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Absehbares Ende


Adobe stellt Weiterentwicklung
des Flash-Plugins für Mobilgeräte ein 

ClichehostingSteve Jobs mochte Flash nicht. Unvergessen ist sein offener Brief "Thoughts on Flash", mit dem er im April 2010 erklärte, welche Mängel aus seiner Sicht Adobes Flash für mobile Geräte anhaften und warum er kein Flash für das iPhone, den iPod und das iPad zulassen wolle:

  • Statt auf offene Webstandards zu setzen ist Flash proprietär auch hinsichtlich der Schnittstellen.
  • Flash sorgt verschwenderisch für einen hohen Stromverbrauch und verkürzt dadurch deutlich die Akkulaufzeiten mobiler Geräte.
  • Flash ist nicht auf Touchscreens ausgelegt.
  • Flash verzögert möglicherweise die Weiterentwicklung der Systemplattform.

Und in der Tat, den enormen Ressourcenabgriff konnte so mancher User erleben, wenn der Prozessorlüfter des Notebooks hyperventilierte und man nur noch auf den finalen Asthmaanfall wartete.

Steve Jobs empfahl in seinem offenen Brief, dass sich Adobe vielleicht mehr auf die Entwicklung von HTML5-Tools konzentrieren solle. Dieser Empfehlung kommt Adobe nun offenbar nach und erklärte offiziell:

Unsere zukünftige Arbeit mit Flash auf mobilen Geräten wird die Unterstützung von Entwicklern beinhalten, die native Anwendungen mit dem Adobe AIR-Paket für alle wichtigen App-Stores entwickeln. Wir werden den Flash-Player für neue Browser mobiler Geräte, OS-Versionen oder Gerätekonfigurationen nicht mehr anpassen.

Das klingt nicht nur nach dem Ende des Plugins für Mobilgeräte, sondern eher nach dem absehbar vollständigen Aus. Eine Neuausrichtung auf HTML5 macht auch tatsächlich Sinn, z.B. entfällt das Nachinstallieren etwaiger Plugins, um Videos betrachten zu können, und die CPU- und GPU-Ressourcen werden geschont.